Manfrotto 410 Getriebeneiger – Praxis-Test, Review, Erfahrungen

Nachdem mir bei meinem Kugelkopf langsam aber sicher das letzte Quäntchen Präzision fehlte, musste ein Nachfolger her. Entschieden habe ich mich für den Manfrotto 410.

Der große Vorteil eines Getriebeneigers ist, dass man jede Achse auf den Millimeter genau einstellen kann. Dafür muss man eben etwas mehr Gefummel beim Ausrichten der Kamera in Kauf nehmen. Für Actionaufnahmen ist so ein Teil also nicht geeignet, aber das war auch nicht der Plan.

Ansicht des Manfrotto Schnellwechselsystems

Geliefert wird der Manfrotto 410 zusammen mit einer Manfrotto eigenen Schnellwechselplatte. Die dazu passende Fassung ist fest mit dem Kopf verbunden und lässt sich nicht wechseln, einzige Möglichkeit wäre hier einen neuen Adapter auf die Kupplungsplatte zu montieren, wirklich elegant ist diese Lösung nicht.

Allerdings muss ich sagen, dass mir die Manfrottolösung deutlich besser gefällt, als die ganzen Arca-Swiss kompatiblen Ableger, die es so gibt. Die Kamera lässt sich nämlich spielend leicht „einklicken“, problemlos mit einer Hand wieder lösen und das ohne, dass man das Gerät mal eben versehentlich lösen könnte. Einzig die kleine Feder, die im Hebel zum Lösen der Platte verbaut ist macht mir ein wenig Sorgen, ob die über die Zeit auch hält, was der ansonsten sehr massive Kopf verspricht. Bisher kann ich allerdings nicht klagen und habe mir deshalb auch gleich noch zwei weitere Platten bestellt, damit ich die eine nicht immer an- und abschrauben muss.

Die Stellschrauben für die drei Achsen des Manfrotto 410 Getriebeneigers

Der Kopf hat insgesamt drei Stellschrauben, für jede Achse einen, diese lassen sich durch Drehen sehr präzise verstellen, manchmal braucht es etwas Anlauf bis sich etwas bewegt, ansonsten funktioniert das ziemlich gut, auch wenn man schon etwas Kraft aufwenden muss. Um größere Wege zurücklegen zu können, lassen sich die Schrauben entriegeln und die Achse schnell verstellen. Danach muss man erst mal wieder etwas drehen, damit die Schraube wieder einrastet.

Gradskala des Manfrotto 410 Getrieneigers

An jeder Achse ist außerdem eine Gradskala aufgeklebt, was besonders beim Umklappen für Hochformataufnahmen ganz nützlich ist, eine gravierte Skala wäre natürlich der Hammer, aber man kann nicht alles haben zu dem recht günstigen Preis.

Libelle des Manfrotto 410 Getriebeneigers

Sehr nützlich ist auch die kleine Libelle, die obendrauf sitzt, um die Kamera gerade auszurichten. Eine für jede Achse gibt es leider nicht aber mit etwas Übung kommt man auch damit gut klar.

Alles in allem bekommt man mit dem Manfrotto 410 Getriebeneiger ein solides Arbeitsgerät, das zwar hin und wieder mal etwas hakt und sicherlich auch kein Leichtgewicht ist, dafür ein hohes Maß an Präzision mitbringt.

Da die Preise immer wieder etwas schwanken habe ich hier absichtlich keinen genannt, den aktuellen Preis könnt ihr euch einfach bei Amazon anschauen.

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