Ungefähr 9 Tipps für tolle Fotos zu jeder Zeit und jedem Wetter

Bist du ein Schönwetterfotograf? So einer, der nur bei strahlendem Sonnenschein, einer erfrischenden Brise und wohltuenden 20° C loszieht?

Dann kommst du wahrscheinlich etwa einmal im Jahr zum Fotografieren. So grob geschätzt.

Denn, mal ehrlich: Wann passt denn schon mal alles perfekt?

Genau.

Nie.

Irgendwas ist halt immer und deshalb solltest du nicht auf die perfekten Bedingungen warten, sondern einfach loslegen.

Nicht Quatschen. Machen.

Muss ich mir auch immer mal wieder sagen…

Um dir das „Machen“ etwas zu erleichtern, hab‘ ich hier ein paar Tipps und Tricks zusammgetragen, die dir helfen soll unter den meisten Bedingungen tolle Fotos zu schießen.

Fotografieren bei strahlendem Sonnenschein

Oft genug kann ich es gar nicht sagen: Strahlender Sonnenschein bei wolkenlosem Himmel ist Mist. Ein Himmel ohne Wölkchen ist todlangweilig. Und eine Sonne, die am Mittag hoch am Himmel steht macht nichts als fiese, harte Schlagschatten.

Kein guter Zeitpunkt für Fotos also?

Doch.

Nur nicht in der Sonne.

Geh doch einfach mal in den Schatten. Denn auch wenn es da ziemlich dunkel aussieht, zum Fotografieren reicht das Licht locker.

Das Licht im Schatten (was ein Satz…) ist nämlich schön weich. Gut geeignet für Portraits oder Makrofotografie.

Im Wald ist es da auch super. Schattig und kühl. Wenn einzelne Sonnenstrahlen es durch’s Blätterdach bis auf den Boden schaffen kann man spannende, kontraststarke Aufnahmen machen. Es braucht vielleicht etwas Übung um mit diesen starken Helligkeitsunterschieden zurecht zu kommen.

Steht die Sonne am Morgen oder am Abend noch recht tief, ist das die perfekte Lichtsituation für Gegenlichtaufnahmen. Im verlinkten Artikel findest du ausführliche Infos dazu.

Ohne Wolken wäre das Foto ziemlich langweilig

Fotografieren bei bewölktem Himmel

Draußen ist es trüb und grau? Die Sonne quasi nicht zu sehen?

Perfekt!

Naja, vielleicht nicht um in goldenes Sonnenlicht getauchte Landschaften zu fotografieren…

Aber ansonsten schon. Hatte ich, glaube ich, im Abschnitt obendrüber schon erwähnt.

Nur musst du dir jetzt keinen Baum suchen oder im Schatten eines Hauses fotografieren. Jetzt kannst du überall hin.

Wahrscheinlich werden deine Belichtungszeiten etwas länger, weil etwas Licht fehlt.

Da kann man wunderbar Langzeitbelichtungen mit und ohne Graufilter machen. Bei Makro kann auch ein Blitz hilfreich sein.

Im Schatten lässt es sich viel einfach lange belichten, um beispielsweise fließendes Wasser verschwimmen zu lassen

Fotografieren bei Mistwetter

Den Abschnitt halte ich kurz, denn den Artikel Fotografieren bei schlechtem Wetter und Regen gibt’s schon hier auf der Seite.

Wenn sich am Himmel etwas zusammenbraut, egal ob Regen, Gewitter oder Sturm, es sieht immer fantastisch aus. Und dramatisch. Sehr dramatisch diese Wolken teilweise.

Einzig einen „Fluchtplan“ solltest du haben, wenn es dann wirklich plötzlich anfängt zu schütten. Zumindest einen regendichten Rucksack für dein Fotozeug.

Obwohl du natürlich auch bei Regen Bilder machen kannst, ab einer gewissen Niederschlagsmenge verstehe ich aber, dass es dann ungemütlich wird. Und das wollen wir dann auch wieder nicht.

Bleib aber, auch wenn es regnet, bereit. Denn nach dem Regen kommt oft eine besondere Lichtstimmung auf.

Bei Regen losziehen lohnt sich auch für den Moment, wenn es aufhört und die Wolken aufreißen

Fotografieren bei Nacht

Wenn’s dunkel wird, dann ist auf jeden Fall ein Stativ angesagt. Oder du stabilisierst deine Kamera irgendwie anders. Hauptsache du kannst immer noch Fotos machen.

Denn bei Nacht sieht alles ganz anders aus. Die Lichter in den Straßen und Häusern gehen kann. Mond und Sterne sind am Himmel zu sehen. Die hereinbrechende Dunkelheit ist jedenfalls kein Grund die Kamera einzupacken.

Bist du in der Stadt unterwegs um die Straßenbeleuchtung zu fotografieren, dann lohnt sich vor allem die blaue Stunde.

Die beginnt wenn die Sonne schon eine Weile hinter dem Horizont verschwunden ist. Wann genau hängt immer davon ab wo auf der Welt du dich gerade befindest. Ich schau dazu immer in die App Photopills.

Der Vorteil ist, dass der Himmel auch ohne sichtbare Sonne noch Licht abgibt und es auf den Fotos nicht ganz so schwarz, sondern eben blau aussieht. Zusammen mit der meist warmen Beleuchtung von Straßen und Gebäuden eine sehr schöne Kombination.

Noch etwas früh für die blaue Stunde, am linken Rand sieht man den Effekt aber schon gut

Möchtest du lieber Sterne fotografieren, solltest du dich so weit von der blauen Stunde und der Zivilisation entfernen wie du kannst. Den die künstliche Beleuchtung überstrahlt das Licht der Sterne.

Ich bin bei weitem kein Experte für Astrofotografie. Da verweise ich an der Stelle lieber auf das Buch „Astrofotografie: Spektakuläre Bilder ohne Spezialausrüstung“ von Katja Seidel, das im Fotoschnack mal vorgestellt wurde und wirklich sehr ausführlich das Themenfeld erklärt.

Du konntest hoffentlich den ien oder anderen Impuls hieraus mitnehmen. Wenn du noch weitere Tipps und Tricks hast, schreib sie mir gern hier drunter in die Kommentare.

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