Der (fast) perfekte USB 3.0 Kartenleser

Weißt du welches kleine, unscheinbare Zubehörteil in der Fotografie oft unterschätzt wird? Wahrscheinlich hast du die Überschrift gelesen und es wird dich nicht überraschen wenn ich jetzt sage, dass es der Kartenleser ist.

Ich hab schon so einige Kartenleser gehabt und kann langsam echt ein Lied davon singen…

Warum USB 3.0 bei einem Kartenleser?

Tatsächlich hatte ich sehr lange einen „normalen“ Kartenleser. Auch weil mein PC nur sehr wenige USB 3.0 Anschlüsse hatte. Inzwischen ist es eher umgekehrt und das finde ich gar nicht schlecht. Ein gewisser Megapixelwahn herrscht leider immer noch bei den Kameraherstellern vor und auch solche Spielereien wie 4k Video fabrizieren gewaltige Datenmengen.

Das könnte man sich ja vielleicht noch irgendwie schön reden und dann einfach während die Daten übertragen werden etwas anderes machen. Zum Beispiel das Haus streichen oder so. Was aber für mich gar nicht geht, ist eine halbe Ewigkeit auf die Vorschau der vorhandenen Bilder zu warten.

Ich lösche nämlich nicht nach jedem Import die Karte, was vor allem damit zu tun hat wie ich meine Fotos mit Backups sichere. Und natürlich will ich dann nur die neuen Fotos importieren. Lightroom sortiert zwar bereits vorhandene Bilder aus. Wenn ich aber von einer alten Serie schon wieder welche gelöscht habe werden die dann wieder importiert.

Es sollte also ein USB 3.0 Kartenleser her.

Welche Anforderungen stelle ich an einen Kartenleser?

Er muss sowohl SD- als auch CF-Karten lesen können. Meine EOS 6D und die 7D verwenden zwar den gleichen Typ Akku, leider aber nicht die gleichen Speicherkarten. Warum die „professionelleren Modelle“ unbedingt CF-Karten brauchen, ist mir auch noch nicht so ganz klar. Ich mag SD.

Natürlich müssen auch alle aktuellen Karten funktionieren. Meine älteren Leser steigen ja leider bei den größeren SD-Karten schon aus… Die CompactFlash Karten waren da tatsächlich lange unkomplizierter.

Was ich nicht mache sind irgendwelche Tests mit Lese- und Schreibgeschwindigkeiten. So lange der Import nicht offensichtlich ewig dauert bin ich zufrieden.

Ob da jetzt wirklich die maximalen Werte erreicht werden, die USB 3.0 oder 3.1 theoretisch ermöglicht, ist mir egal. Schneller als USB 2 und alles ist gut.

Eigentlich verlange ich da doch nichts Unmögliches, oder?

Allerdings habe ich schnell erkannt, dass es noch ein weiteres, ganz entscheidendes Kriterium gibt:

Die Karten müssen problemlos reinpassen!

Ich hätte es eigentlich nicht für möglich gehalten, aber mir ist schon ewig kein Kartenleser mehr untergekommen, wo ich die Karte ohne Gefummel oder auch mal Gewalt reinbekommen hätte. Bei einem muss man die SD-Karten brutalst reinhämmern, was mir an einer Karte das Plastik zwischen den Kontakten kaputt gemacht hat. Die Karte funktioniert noch aber sowas darf eigentlich nicht sein. In meine Kamera gehen die Dinger doch auch ohne Brutalitäten rein.

Bei einem anderen Modell gingen die CFs nicht richtig rein. Die Karte war immer irgendwie schief. Das Teil hat nicht lange gehalten, weil dabei die Kontakte im Leser verbogen wurden. Dazu kam, dass CompactFlash Karten reinpassten, egal wie rum sie gedreht waren. Ich bin kein Experte, aber an meiner Kamera passen die nur auf eine Art rein und das sicher nicht grundlos.

Ehrlich gesagt bin ich immer noch etwas fassunglos wie schlecht man so eine Kleinigkeit wie ein Kartenlesegerät konstruieren kann…

USB 3.0 Kartenleser

 

Viele USB 3.0 Kartenleser habe ich getestet – der hat mich überzeugt

Nach langem hin und her bin ich aber endlich fündig geworden. Obwohl ich bereit war etwas mehr zu investieren, war mein neuer UGREEN Kartenleser nicht mal teuer.

Mir gefällt das schlichte Design sehr gut. Auch die Möglichkeit mehrere, natürlich unterschiedliche Karten gleichzeitig zu lesen ist nett, aber für mich nicht wichtig. Die Lesegeschwindigkeit ist einwandfrei und sowohl SD- als auch CF-Karten passen ganz wunderbar rein. Für CompactFlash ist eine durchgängige Führungsrille eingebaut, so wie sich das gehört.

Man spürt beim Reinstecken sehr gut, wenn die Karte richtig sitzt. Was ich noch toll gefunden hätte, wäre eine Markierung, die mir zeigt wie rum die SD-Karte reingehört. Hier muss das Etikett nämlich, anders als bei CF, nach unten zeigen und solche Sachen kann ich mir eigentlich nicht merken… (Seit ich diesen Artikel geschrieben habe, mache ich es tatsächlich kaum noch falsch)

Einen kleinen Minuspunkt gibt es, weil das Kabel fest verbaut und sehr starr ist. Wenn ich das Teil mal in den Koffer packen muss, würde ich das Kabel lieber abmachen. So müsste ich es nicht unnötig aufwickeln oder verbiegen. Aber glücklicherweise habe ich ja auch eine tolle Lösung meine Fotos unterwegs ohne PC zu sichern gefunden und muss das Kartenlesegerät eigentlich nicht mehr mitnehmen.

Übrigens gibt es keinen Slot für MicroSD. Ich brauche den nicht beziehungsweise habe einen Adapter in SD-Größe, daher kein Abzug dafür, aber für den ein oder anderen ist das sicher wichtig zu wissen.

Ansonsten kann ich dieses Kartenlesegerät wirklich nur empfehlen! Wurde auch mal Zeit, dass ich das sagen kann. 😉

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2 Gedanken zu “Der (fast) perfekte USB 3.0 Kartenleser”

  1. Moin moin aus Hamburg,
    Ein witzig geschriebener Artikel bei dem wohl jeder für sich einen Teil Wahrheit oder Teilhabe findet. Wahrscheinlich muss ich mich auch in Kürze mit dem Thema näher auseinandersetzen. Mein Kartenslot am PC liest meine SD-Karten ab 16 GB aufwärts einfach nicht. Und immer die Kamera direkt anschließen möchte ich schon zum Schutz der Kontakte nicht, kann nur Notlösung sein. Zur Zeit geht’s etwas umständlich über Laptop und überspielen auf den PC. Also demnächst Lesegerät. DANKE für den Tipp!

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