Fotos unterwegs sichern ohne PC oder Notebook

Gerade im Urlaub will ich meine Fotos irgendwie sichern. Eine Speicherkarte könnte kaputt oder verloren gehen, ins Wasser fallen oder sonst irgendwie die gespeicherten Bilder unwiederbringlich verlieren. Bisher hatte ich dafür immer meinen Laptop und eine kleine externe Festplatte mit dabei. Die sind mittlerweile nicht nur ziemlich günstig, sondern bieten auch ordentlich Platz. Im Hinblick auf den anstehenden Kanadaurlaub musste ich allerdings umdenken. Das Notebook wollte und konnte ich nicht mitnehmen. Also habe ich etwas recherchiert und ausprobiert. Die verschiedenen Möglichkeiten Bilder unterwegs auch ohne Notebook zu sichern stelle ich euch hier einmal vor.

SD-Karte auf dem Smartphone sichern

Die Bilder einfach von der Karte auf’s Smartphone kopieren klingt erst einmal nach einer guten Idee. Mit der kleinen Kompaktkamera könnte das vom Platz her noch hinhauen, wer in Raw fotografiert, darf dann wirklich nicht viele Fotos machen, auch wenn sich manche Smartphones mit einer microSD-Karte erweitern lassen.

Das zweite Problem: Irgendwie muss euer Telefon die Speicherkarte der Kamera auch auslesen. Für Apple-Geräte gibt es wohl einen Kartenleser, wie gut der funktioniert, kann ich nicht sagen. Für Android reicht theoretisch ein USB-OTG (USB on the go) Kabel und ein einfacher Kartenleser. Allerdings muss das euer Telefon erst einmal unterstützen. Apps zum Hin- und Herkopieren von Dateien brauchen dann oft Rootzugriff, das heißt das Smartphone müsste erst einmal gerootet werden. Für Bastler bestimmt interessant, mir wäre das zu viel Aufwand.

Externe Festplatten mit integriertem Kartenleser

Eine Festplatte mit Kartenlesegerät an Bord wäre sicher eine gute Lösung, zumindest wenn man noch gar keine externe Festplatte hat. In diesem Fall hätte ich mir vielleicht sogar den höheren Preis gefallen lassen, allerdings hatte ich ja schon eine Platte und noch eine zweite konnte ich so gar nicht brauchen.

Der Trend bei den Herstellern scheint aber in diese Richtung zu gehen, da Geräte inzwischen nicht mehr verfügbar sind, die es zu dem Zeitpunkt als ich diesen Beitrag geschrieben habe noch problemlos zu bekommen waren. Daher habe ich auch die Produkte unten aktualisiert.

Früher oder später werden wir uns wohl so eine Platte anschaffen müssen. Sogar Canon hat inzwischen ein ähnliches Gerät auf den Markt gebracht, den/die/das Canon Connect. Wie gut oder schlecht das Teil ist kann ich allerdings nicht sagen.

Folgende Geräte haben sich aber Leser meines Blogs angeschafft:

Die Bewertungen bei solchen Geräten scheinen aber generell etwas durchwachsen. Wobei manches auch an falschen Vorstellungen der Anwender liegt, wenn ich die Bewertungen so lese. Ich würde zum Beispiel gar nicht versuchen über mein Handy Bilder auszusortieren oder anzuschauen. Mir geht es bei so einer Lösung wirklich nur um das Backup, wenn das funktioniert ist mir der Rest ziemlich egal.

Ich habe es auch einfach ausprobiert, hätte es nicht funktioniert hätte ich das Teil einfach zurückgeschickt. Dafür gibt es diese Möglichkeit ja und da lasse ich mich auch nicht von Meldungen, das Leuten das Amazon-Konto gesperrt wurde, weil sie zu viel zurückgegeben haben verunsichern. Dafür muss man es schon sehr übertreiben.

Meine bevorzugte Lösung

Entschieden habe ich mich letztendlich für ein Gerät, von dem ich gar nicht weiß, wie man es eigentlich nennt. Vielleicht Multimedia-Sharing-Box oder so. Diese Teile haben selbst keinen eigenen Speicher, verfügen aber über einen Akku, USB-Anschluss, WLAN und SD-Kartenleser. So kann man bequem die Speicherkarte und die Festplatte anschließen und per App die Daten von der Karte auf die Platte kopieren. Noch besser als eine Festplatte wäre sicher ein Stick oder eine SSD, da Festplatten aufgrund der beweglichen Teile doch etwas anfälliger sind. Etwas komplizierter wird es wohl mit CF-Karten, da günstige Geräte nur SD unterstützen. Mit einem USB-Hub und einem CF-Kartenleser sollte das aber auch machbar sein. Ursprünglich hatte ich drei Geräte gefunden, die preislich in Ordnung waren und das boten, was ich wollte. Leider ist inzwischen nur noch eins davon verfügbar und ein weiteres auf dem Markt:

Entschieden habe ich mich für den RAVPower, den ich in einem extra Testbericht noch einmal genauer vorstelle.

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