Mietwagen für Kanada

Kanada ist ein dermaßen großes Land, ohne Auto kommt man da nicht weit. Tatsächlich sieht man selten Leute zu Fuß gehen. Damit ihr nicht nur problemlos ein Auto bekommt, sondern auch einwandfrei überall ankommt, habe ich hier mal ein paar Erfahrungen und Informationen zusammengeschrieben.

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Ein Auto mieten in Kanada

Die einfachste und bequemste Methode ein Auto für den Kanadaurlaub zu mieten, ist von Zuhause aus. Wirklich gute Erfahrungen, nicht nur für Kanada, habe ich mit Check24 gemacht, hier hat man nicht nur sehr gute Filtermöglichkeiten (Fahrzeugklasse, Versicherung, Tankregelung, …), sondern auch die Möglichkeit die Reservierung bis 24 Stunden davor noch kostenlos zu stornieren. Habe ich selbst schon gemacht, klappt ohne Probleme.

Mindestalter für Mietwagen

Ein fest geregeltes Mindestalter um in Kanada ein Auto zu mieten gibt es nicht, allerdings findet man erst ab 20 Jahren überhaupt Anbieter, ab 21 Jahren bekommt man bei vielen Vermietern ein Auto, allerdings kommen bis einschließlich 24 Jahre sogenannte „Jungfahrergebühren“ mit dazu. Wenn also ein Fahrer unter 25 dabei ist, solltet ihr das schon beim Buchen mit angeben, damit ihr nur Angebote angezeigt bekommt, wo dieser Aufschlag bereits enthalten ist. Die AGB der Anbieter vor Ort sehen in der Regel einen Aufschlag von 25-30 CAD pro Tag vor, was deutlich teurer ist.

Welcher Führerschein für Kanada?

Grundsätzlich ist der europäische Führerschein (das Plastikkärtchen) auf für Kanada gültig. Empfohlen wird zusätzlich ein internationaler Führerschein. Das liest man überall, aber was genau heißt das? Eigentlich ist der internationale Führerschein ein Witz, weil es einfach nur eine Übersetzung der deutschen Texte auf der Plastikkarte ist. Darin werden nicht mal die Bedeutungen der Klassen oder Symbole erläutert. Dass ich meine Brille beim Fahren tragen muss, steht übrigens auch nur auf deutsch drin.

Beim Abholen des Mietwagens hatten wir keine Probleme mit unseren EU-Führerscheinen. Der Kollege hätte auch den Personalausweis genommen, den wir ihm aus Versehen zuerst gegeben hatten. Eine Polizeikontrolle hatten wir nicht, aber eigentlich sollte ein einigermaßen vernunftbegabter Mensch auch so erkennen, dass das, was er da vor sich hat, ein Führerschein ist. Das Papierheftchen ist jedenfalls nicht wirklich hilfreich. Meine einzige Sorge war, an so einen richtigen Provinzsheriff zu geraten, weshalb wir uns entschlossen zumindest für einen von uns einen internationalen Führerschein zu besorgen, um eine Übersetzung dabei zu haben.

Müsst ihr letztendlich selbst entscheiden, ich habe ja jetzt einen und nehme den auch so lange mit bis er auseinander fällt.

Anforderungen an einen Mietwagen

Tja, das hängt natürlich auch davon ab, was ihr so machen wollt. Ein Navi finde ich immer sehr hilfreich. Wenn man nur über Land fährt, die Route vorher anschaut, die Nummern der Straßen notiert, kann es auch ohne gehen. Die meisten kleineren Orte haben kaum Nebenstraßen, sondern liegen entlang der Hauptstraße. In Städten wird es da schon etwas kniffliger, auch die Stadtautobahn kann etwas verwirrend sein. Ein fest integriertes Navigationssystem war für uns auch günstiger als ein loses zu mieten.

Das Navi unseres Ford Fusion war wirklich gut, zumal man über den Touchscreen jederzeit einen Punkt auf der Karte als Ziel wählen konnte. Das war immer dann sehr hilfreich, wenn wir an eine bestimmte Stelle wollten, aber keine Adresse dazu hatten.

So wirklich geländetauglich war der Ford allerdings nicht. Die Vermieter erlauben zwar für gewöhnlich sowieso kein „off-road“, allerdings habe ich den Eindruck, dass man in Kanada darunter etwas anderes versteht als bei uns hier. Da sind „Straßen“ im Navi eingezeichnet, die würden bei uns gerade noch als Feldweg durchgehen. Das erklärt auch warum viele Einheimische mit SUV, Pickup oder sonstigen Schlachtschiffen durch die Gegend brettern. Das Benzin ist im Vergleich zu Deutschland wirklich günstig, der Liter kostete so um die 1,10 CAD, wenn’s hoch kam, das entsprach etwa 0,79 Euro. Quasi geschenkt.

Die Highways, Freeways und sonstigen Ways sind alle sehr breit und gut befahrbar. Nur bei der Höchstgeschwindigkeit geizen die Kanadier ziemlich, denn mehr als 110 km/h gibt es nicht.

Klimaanlage haben die Fahrzeuge in der Regel, genau wie Automatik, einen Wagen mit manueller Schaltung zu bekommen wird schwierig. Wenn ihr bisher nur Schaltung gefahren seid, lasst es euch kurz erklären, schwierig ist es aber nicht. Wenn ihr im Winter unterwegs seid, besorgt euch ein entsprechend ausgestattetes Auto, gegebenenfalls mit Allrad und/oder Schneeketten, die man optional zubuchen kann. Wir waren im Spätsommer drüben, aber was die Leute uns so erzählten klang nach viel, viel Schnee im Winter. Auch die Freizeitangebote wie Schneeschuhwanderungen, Schneemobiltrails oder Skifahren deuten darauf hin.

Bei Versicherungen, Selbstbeteiligungen und so weiter, kommt es letztendlich auf euch an, preislich macht es gar nicht so viel aus. Wenn ihr auch durch die USA fahren wollt, schaut in den AGB, die meisten Vermieter erlauben USA aber nicht Mexiko, was auch ganz schön weit wäre.

Auf der Kanada-Themenseite findet ihr noch mehr hilfreiche Tipps und eine Liste lohnenswerter Reiseziele.

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