So sichere ich meine Fotos

Eine solide Backup-Lösung für Fotos muss her

Datensicherung ist echt ein leidiges Thema. Manche kratzt das überhaupt nicht, andere sind regelrecht paranoid. Ganz ignorieren solltest du das Thema nicht, immerhin kommt mit der Zeit einiges zusammen. Aber auf drei verschiedenen Kontinenten Festplatten-Backups vergraben? Finde ich dann auch etwas übertrieben.

Ich hab‘ wirklich einiges ausprobiert. Die allseits gepriesene TimeMachine kann ich als Windows-Nutzer ja nicht verwenden. Natürlich hatte ich auch mal eine ähnliche Software probiert, aber die sichert mir ja jedes Mal den Tageszustand. Wenn ich also eine Datei von A nach B bewege wird die neu gesichert. Brauch ich das? Nö.

Aus Versehen ein Foto gelöscht habe ich noch nie. Stelle ich mir auch schwierig vor. Immerhin müsste ich es danach ja nochmal aus dem Papierkorb löschen. Zur Sicherheit behalte ich die Bilder aber immer auf der Speicherkarte bis sie voll ist. Dann kommt eine andere Karte rein und die wird dann formatiert. Ich mache nicht jeden Tag tausend Fotos, da kann ich noch eine ganze Weile drauf zurückgreifen.

Das komische TimeMachine-Dingens also wieder gelöscht und manuell auf externe Festplatte kopiert.

Meine Lösung – Microsoft SyncToy

Dann habe ich das Microsoft SyncToy für mich entdeckt. Das Tool ist zwar ein bisschen angestaubt aber für meine Zwecke genau richtig. Schön schlank, tut was es soll und das war’s. Kosten tut’s übrigens auch nix.

Beim SyncToy legst du Ordnerpaare an. Du nimmst also einmal den Foto-Ordner auf deiner Festplatte her und als zweites wählst du einen neuen Ordner auf einer externen Festplatte aus. Bei mir heißt der dann „Backup Fotos“ oder so. Danach musst du dem SyncToy nur noch sagen was es tun soll. Folgende Möglichkeiten hast du:

Synchronize

Das Tool bringt beide Ordner auf den gleichen Stand. Wenn Dateien gelöscht, verschoben oder umbenannt wurden wird das übernommen. Gültigkeit hat immer die aktuellste Änderung. Am Ende hast du also zwei inhaltlich gleiche Ordner.

Echo

Ähnlich wie Synchronize, läuft aber nur in eine Richtung. Das heißt du kannst im Zielordner so viel ändern wie du willst, das Tool stellt immer den Zustand des Ausgangsordners her.

Contribute

Funktioniert wie Echo, außer, dass im Zielordner keine Dateien gelöscht werden.

So nutze ich das SyncToy um meine Fotos zu sichern

Meine Bilder sind nach Datum organisiert. Es gibt für jedes Jahr einen Ordner und darin Unterordner für jeden Tag. Die Organisation übernimmt Lightroom beim Import für mich. Zumindest die Sortierung nach Jahren empfehle ich dir, denn das beschleunigt den Backup-Vorgang nachher.

Bevor das SyncToy Dateien kopiert wird geschaut wo es Änderungen gab. Muss das Tool dabei alle Bilder von sämtlichen Jahren durchschauen, dauert das ganz schön lange. Deshalb lege ich mir immer ein Ordnerpaar für das aktuelle Jahr an, denn an den vorherigen Jahren ändert sich eher selten was. Hin und wieder mache ich auch eine komplette Sicherung von allen Fotos.

Meine bevorzugte Einstellung ist übrigens „Echo“. „Contribute“ kannst du natürlich auch nehmen, wenn du Angst hast, dass du doch was gelöscht hast, was du nicht wolltest. „Synchronize“ finde ich für reine Backups nicht sinnvoll. Das kannst du nutzen wenn du beispielsweise auf zwei Rechnern abwechselnd arbeitest. Für sowas habe ich aber eine kleine USB 3.0 Festplatte. In der Regel mache ich aber alles an einem Rechner.

Mein Tipp

Leg dir lieber ein paar Ordnerpaare an als ein Paar, das alles enthält. Andernfalls sucht das SyncToy den halben Tag nach Änderungen und das eigentliche Sichern ist in zwanzig Minuten erledigt.

Ich sichere übrigens auf eine Seagate Expansion Desktop Festplatte, verlinkt habe ich die neuere Version aus 2016, ich habe hier noch eine 2014er. Egal welche Festplatte du dir zulegst, USB 3.0 sollte sie haben, weil es einfach so viel schneller geht.

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