Mit Fotoausrüstung fliegen

Mit einer etwas umfangreicheren Fotoausrüstung in ein Flugzeug steigen, stellt einen vor gewisse Schwierigkeiten. Zumindest denken das viele. Wenn ihr ein paar Dinge beachtet, sollte es aber keine Probleme geben. Hier erfahrt ihr wie ich mit Sack und Pack und ohne Probleme nach Kanada geflogen bin.

Fotoausrüstung ins Handgepäck beim Flug

Ein paar Dinge solltet ihr schon beim Packen beachten. Alles was einen Akku hat, insbesondere Lithium-Ionen Akkus, kommt ins Handgepäck. Klingt komisch, ich weiß. Das Problem mit Lithium-Akkus ist, dass die Dinger gerne mal in Flammen aufgehen oder zumindest anfangen zu qualmen wenn sie einen kräftigen Schlag abbekommen. Denke mal, das ist der Grund. Flüssigkeiten, das hat sich inzwischen ja herumgesprochen, nur bedingt in einer wiederverschließbaren Plastiktüte, die maximal einen Liter fassen kann.

Die genauen Details kann man etwa auf der Seite des Flughafen Frankfurt nachlesen. Für die Kontrollen sind übrigens nicht die Fluggesellschaften zuständig, sondern die Flughafensicherheit beziehungsweise die Bundespolizei. Es hilft also nur bedingt bei Unklarheiten die Fluggesellschaft zu fragen.

Kamera und Objektive kommen natürlich ebenfalls ins Handgepäck. Spätestens wenn ihr den Flughafenmitarbeitern mal beim Entladen der Koffer zugeschaut habt gibt es keine andere Option. Da kommt gerne mal einer aus dem Laderaum geflogen. Daher wohl auch die Akkus ins Handgepäck.

Stativ im Flugzeug

Stative sind eine eigene Geschichte. Auch die Berichte im Netz sind recht unterschiedlich. Der eine durfte es ins Handgepäck nehmen, der andere nicht. Mal davon abgesehen, dass mir das zu unsicher war, wäre das Stativ ohnehin ein zweites Handgepäckstück gewesen, also ab damit in den Koffer. Mein neuer Trolley ist glücklicherweise sehr geräumig, auch wenn er von außen gar nicht so aussieht. Kein Problem auch noch das Stativ reinzupacken.

Mit der Kamera durch die Sicherheitskontrolle

Weder in Frankfurt noch in Montreal gab es irgendwelche Beanstandungen oder genauere Kontrollen bei der Security. Rucksack in das Röntgenteil und fertig. Hat niemanden interessiert. Es hängt wahrscheinlich viel vom Land und den Sicherheitsleuten ab, wo nochmal genauer hingeschaut wird. Wenn ihr euch aber an die Vorgaben haltet, gibt es keine Probleme.

Kamera und Objektive beim Zoll – Nämlichkeitsbescheinigung

Waren ab einem bestimmten Wert müssen bei der Einfuhr in die EU verzollt werden. Das heißt folglich auch, so lange ihr innerhalb der EU reist, habt ihr mit dem Zoll nicht so viel am Hut. Verlasst ihr die EU, dann ist es ratsam im Vorfeld teure Ausrüstungsgegenstände auf einer sogenannten Nämlichkeitsbescheinigung aufzuführen.

Diesen Schein könnt ihr euch auf der Webseite des Zoll schon vorbereiten, folgt dem Link und wählt das Formular mit der Nummer 0330 aus, nennt sich Vereinfachte Nämlichkeitsbescheinigung im Reiseverkehr. Füllt das Formular bis „voraussichtlicher Wiedereinreiseort“ aus. Bei Warenbeizeichnung tragt euer Equipment mit jeweiliger Seriennummer ein. Bei Objektiven muss man manchmal etwas suchen, die stehen manchmal außen drauf, dann auf dem Bajonett, manchmal gut sichtbar, dann wieder kaum lesbar.

Druckt euch den Schein aus und fahrt damit, zusammen mit den aufgeführten Gegenständen, zum nächstgelegenen Zollamt. Dort müsst ihr die Sachen dann einmal vorzeigen, der Beamte prüft die Seriennummern und macht die Bescheinigung fertig. Mir sagte er noch ich solle dem Zoll am Flughafen den Schein vor der Abreise auch noch einmal zeigen. Keine Ahnung wozu, hab’s auch nicht gemacht, hätte ich das Zollbüro zufällig gesehen und wäre dort nichts losgewesen, wäre ich wohl mal kurz rein…

Tatsächlich habe ich weder auf dem Hin- noch auf dem Rückflug überhaupt irgendetwas vom Zoll gesehen. Keine Ahnung ob es daran lag, dass wir eine Zwischenlandung in Island gemacht haben und dort im Grunde schon wieder in der EU waren. Ich weiß es nicht.

Ich kann natürlich nicht versprechen, dass diese Angaben vollständig sind oder heute immer noch genau so gelten wie vor meinem Flug. Die verlinkten Seiten bieten aber mit Sicherheit Anhaltspunkte und Infos zu den aktuellen Regelungen. In diesem Sinne: Guten Flug!

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