Goliton Metall Autofokus Makro Zwischenringe im Test

Um in der Makrofotografie größere Abbildungsmaßstäbe zu erreichen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zwischenringe verlängern den Objektivauszug, wodurch wir mit unserer Kamera näher an unser Motiv herangehen können bevor die Naheinstellgrenze greift, folglich wird das Motiv größer auf dem Sensor abgebildet. Ich will jetzt aber nicht zu detailliert auf die Funktionsweise eingehen. Was mir an Zwischenringen sehr gut gefällt, ist die Tatsache, dass keine zusätzlichen Linsen im Spiel sind, die die Abbildungsleistung des Objektivs beeinflussen können. Daher habe ich mich bewusst für einen Satz sehr billiger Ringe entschieden. Da ich die Ringe allerdings mit meinem Canon 100mm f2,8 Makroobjektiv verwenden wollte, mussten sie zumindest aber über Kontakte verfügen, die die Signale der Kamera zum Objektiv durchleiten können, damit ich nach wie vor problemlos abblenden kann. Der Autofokus funktioniert so zwar auch noch, ist für mich hier aber eher unwichtig.

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Das Set enthält drei Ringe in verschiedenen Größen, 13mm, 21mm und 31mm.

Canon bietet zwar selbst Zwischeringe in 12mm und 25mm an, die allerdings unverschämt teuer sind, daher kann ich nur raten, die Finger davon zu lassen. Der Klassiker, wenn man so will, sind wohl die Zwischenringe von Kenko, zwar nicht billig, aber bewährt. Aber ich wollte ja etwas richtig Billiges und habe deshalb die günstigsten Zwischenringe bestellt, die ich finden konnte und das waren eben diese Goliton.

Verarbeitungsqualität & Haptik

Hält man den Satz Goliton Zwischenringe, bestehend aus 13mm, 21mm und 31mm Ringen, in der Hand merkt man schon, dass man hier nichts Außergewöhnliches vor sich hat. Mich stört das allerdings nicht. Die Ringe an sich sind gut beschriftet, einmal mit der Größe des jeweiligen Rings, sowie Markierungen wo der Ring beim Anbringen angesetzt werden muss. Was mich etwas stört, ist die Tatsache, dass der Satz in der Beschreibung groß mit dem Wort „Metall“ angepriesen wird. Das ist zwar richtig, denn das zur Kamera hin gerichtete Bajonett ist wirklich aus Metall, die Fassung für das Objektiv hingegen verfügt zwar über eine metallene Auflage, gehalten wird es aber durch Plastik. Bisher ging aber nichts kaputt also alles gut.

Goliton Zwischenringe im Einsatz

Was mir etwas Probleme bereitet hat am Anfang war der Verriegelungsmechanismus. Jeder Ring verfügt über einen kleinen Stift, der in ein entsprechendes Loch am Objektiv einrastet, so wie die Verriegelung am Kamerabody auch. Leider sind diese Vorrichtung nicht sonderlich präzise gearbeitet, sodass ich die Ringe vor dem ersten Einsatz zunächst einmal mit etwas Gewalt voneinander trennen musste. Hat man das ein paar Mal gemacht läuft die Sache insgesamt geschmeidiger.

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Mechanismus zum Ver- und Entriegeln der Zwischenringe

Vorsicht ist allerdings geboten bei der Kombination mit einem Retroadapter. Dieser hat sich blöderweise dermaßen ungünstig verhakt, dass der 13mm Ring jetzt fest mit dem Adapter verbunden ist und ich ihn auch nicht wieder losbekommen habe.

In der Praxis kann ich mich allerdings nicht beklagen, zumindest nachdem die Ringe einmal auseinander waren. Sie machen genau das was sie sollen. Auch das Autofokussignal und die Blendensteuerung werden tadellos übertragen. Natürlich geht mit den Ringen mehr oder weniger viel Licht verloren, was allerdings völlig normal ist und auch bei den teuren Varianten nicht anders ist.

Fazit zu den Goliton Zwischenringen

Insgesamt kann ich mich bei dem Preis wirklich nicht beschweren. Mit ein paar Unzulänglichkeiten hatte ich gerechnet, gerade was die Präzision in der Verarbeitung angeht. Ansonsten tun die Zwischenringe genau das, was sie sollen und versprechen. Wenn ihr die paar Punkte, die ich oben angesprochen habe beachtet, werdet ihr damit super klar kommen. Da sich der Preis immer mal wieder etwas ändert, habe ich ihn hier gar nicht erst hingeschrieben. Ihr könnt ihn aber einfach auf Amazon checken, wo ich meine Ringe auch gekauft habe.

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