Ein Gefühl

Nachdem letzte Woche hier Stille herrschte habe ich lange überlegt ob ich diesen Beitrag heute schreiben soll und vor allem wie.

Bisher wollte ich in meinen Bildern oftmals ein Gefühl vermitteln beziehungsweise erzeugen und zwar möglichst unabhängig von mir. Ganz losgelöst von einem selbst geht das natürlich nicht aber eben bis zu einem gewissen Grad.

In der vergangenen Woche habe ich, zumindest versucht, einen anderen Weg zu gehen. Es gibt immer wieder Situationen, in denen man mit Worten allein an eine Grenze stößt. Im Grunde ist es wie mit der Fotografie auch, ein einzelnes Bild kann selten den Dynamikumfang wiedergeben, den man selbst wahrnimmt. Folglich muss man die eigenen Ausdrucksmöglichkeiten erweitern.

Eigentlich hört man das ständig. Gefühle werden beispielsweise durch Musik ausgedrückt. Die einen legen eine CD ein, andere greifen selbst zum Instrument. Unabhängig davon welchen Weg man wählt setzt es einen gewissen Grad an Fertigkeit voraus, um auszudrücken, was einem mit Worten allein nicht gelingt.

Am wohlsten fühle ich mich in der Fotografie, aber reicht mein „Wortschatz“ da aus? Gerade dann, wenn die Dinge völlig unvorhergesehen eintreten. Fotografie hat viel mit Planung zu tun, wenn man im Voraus eine bestimmte Bildidee oder Stimmung im Kopf hat. Das lässt wenig Raum für Spontanität, wohl aber für Improvisation.

Versucht habe ich es natürlich trotz aller eventuellen Widrigkeiten, wobei ich gestehen muss, dass ich ohne Bildbearbeitung nicht zu einem für mich zufriedenstellenden Ergebnis gelangt wäre.

Eigentlich vertrete ich die  Auffassung, dass man alles spannend, beeindruckend, fröhlich, aufregend, bedrückend, traurig, … fotografieren kann; der Bearbeitungs- oder Entwicklungsprozess gehört natürlich dazu. Der limitierende Faktor ist der Fotograf selbst.

Letztendlich tun wir alle unser Möglichstes und trotzdem fehlen uns hin und wieder die Worte.

Dann müssen wir schweigen.

Bis wir „Worte“ finden.

Wahrscheinlich gibt es noch so vieles mehr zu sagen, ich belasse es jetzt aber hierbei, denn mein Wortschatz ist erschöpft.

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