Canon EOS 6D vorgestellt

Canon hat heute, püntklich zur Photokina die EOS 6D vorgestellt und präsentiert damit die Antwort auf Nikons D600. Erwartet wurde die Kamera schon lange, allerdings muss ich zugeben, dass ich nicht so ganz mit einer so baldigen Ankündigung gerechnet hatte, da die Gerüchteküche zwar nach wie vor köchelte, was mir aber fehlte waren wirklich konkrete Angaben.

Praxis-Test und Review sind ebenfalls verfügbar!

Umso mehr freut es mich natürlich, die technischen Daten gefallen mir schonmal sehr gut:

  • 20,2 Megapixel Vollformat-Sensor
  • Robuste, leichte Bauweise
  • Maximale ISO-Empfindlichkeit 25.600 (erweiterbar auf bis zu ISO 102.400)
  • 11-Punkt-AF empfindlich bis -3 LW
  • GPS zur Aufzeichnung der Standortdaten
  • Datentransfer und Steuerung per WLAN
  • Full-HD-Videoaufzeichnung

Die komplette Datenliste im Vergleichsmodul ist leider noch nicht verfügbar, kompkate Infos finden sich aber auf der Canon Seite.

Der neue 20 Megapixel Sensor gefällt mir schonmal, wobei mir eine Auflösung um 16-18 Megapixel noch lieber gewesen wäre. Eine Angabe zum Speichermedium, das diese Bilddaten dann aufnehmen soll konnte ich noch nicht finden. Update: Im Newsletter von WEX Cameras bin ich auf die Angabe gestoßen, dass die EOS 6D mit SD-Karten arbeitet. Finde ich persönlich etwas seltsam aber nun gut. Vielleicht will man hier klar stellen, dass es keine Profikamera ist!?

In Sachen Rauschverhalten muss der Chip sich natürlich erstmal beweisen, der ISO-Bereich von 100-25600 erscheint mir hier etwas übertrieben, die Erweiterungen von 50 – 102.400 kann man getrost vergessen.

Dass die Kamera in Sachen Autofokus und Bildrate etwas heruntergeschraubt wird war klar, damit sie nicht in Konkurrenz zur EOS 5D Mark III treten kann. Mit einem 11 Punkte Autofokus-System und einer Serienbildgeschwindigkeit von 4,5 Bildern pro Sekunde  erscheint mir dieser Kompromiss aber durchaus in Ordnung. Eine Angabe zu den AF-Sensortypen konnte ich nicht entdecken, allerdings erwarte ich hier durchgängig Kreuzsensoren (immerhin kommt sogar die 650D mit 9 Kreuzsensoren daher). Update: Die EOS 6D hat tatsächlich nur einen einzigen Kreuzsensor in der Bildmitte, das kann es eigentlich nicht sein.

Was der EOS 6D fehlt ist der 100%-Sucher und scheinbar auch das Klappdisplay, auf das ich bei dieser Kamera allerdings auch keinen Wert lege. Der Body hat in etwa die Größe der EOS 60D und ist somit etwas kleiner und leichter als die EOS 7D. Was mir in Canons News Artikel etwas negativ ausgefallen ist ist der Satz zum Material des Bodies: “ Teile des robusten Gehäuses sind aus Magnesium gefertigt“, was wohl heißt, dass er zu Teilen auch aus Kunststoff besteht. Wetterfest soll er aber trotzdem sein.

Entgegen einiger Gerüchte bleibt der Akkutyp beim altbekannten LP-E6, der auch schon in der EOS 5D Mark II und der EOS 7D verwendet wird, was mir persönlich sehr recht ist.

Highlights sind für mich das GPS und das WLAN-Modul, die beide in den Body integriert sind, was mich sehr positiv überrascht hat, da Canon normalerweise an solchen Zubehörteilen nochmals ordentlich Geld verdient. Der Canon GPS-Empfänger kostet aktuell etwa 250 Euro. Hoffentlich halte beide Module, was sie versprechen. Am WLAN-Modul interessiert mich besonders die Übertragung der Bilder direkt an den PC; die angepriesenen Sharing-Funktionen mit Upload zu Facebook oder Youtube lassen mich dagegen eher kalt.

Man darf also gespannt sein, wann das gute Stück auf den Markt kommt und ob es auch hält was Canon verspricht. Einen aktuellen Preis findet ihr beispielsweise bei Amazon.

*Affiliate-Link