Canon stellt die EOS 1DX Mark II vor – die Neuerungen und meine Einschätzung dazu

Nachdem Nikon schon vor einer kleinen Weile sein neues Spitzenmodell der Öffentlichkeit präsentiert hat, zieht Canon heute nach und stellt die EOS 1DX Mark II vor. Zugegeben, für viele von uns, und da schließe ich mich selbst ein, bleibt das Teil eher ein Wunschtraum. Aber wenn ich mal ganz ehrlich bin, für meine Art zu fotografieren brauche ich auch keine 1DX, zu groß, zu schwer und zu teuer.

Trotzdem ist es interessant das neue Modell einmal genauer in Augenschein zu nehmen. So lässt sich doch einiges ablesen wohin die Reise gehen soll und was uns an Features bei den kleineren Modellen erwarten könnte.

Sensor

Canon verbaut in der neuen EOS einen 20,2 Megapixel Vollformat CMOS-Sensor, das sind zwei Megapixel mehr als beim Vorgängermodell. Ein Riesensprung ist das nicht und das ist auch gut so. Ich hatte beim Blick auf die aktuellen Pixelzahlen der APS-C Sensoren schon befürchet, dass Canon sich wieder dem Pixelwahn hingibt. Die EOS 5Ds lassen wir mal außen vor, denn da musste Canon nach der Nikon D800 und der D810 einfach nachlegen.

Ob er an die überall gelobten Sony-Sensoren, die auch von Nikon verbaut werden, herankommen kann werden wir sehen. Ich bezweifele das ja irgendwie noch.

Autofokus & Serienbilder

Der Autofokus ist in meinen Augen das Hauptargument für eine Kamera dieser Modellreihe. Wer nicht von jedem bisschen mehr AF-Leistung profitiert braucht so eine Kamera einfach nicht. Daher wurde hier natürlich auch an allen Ecken und Enden verbessert. Mehr (Kreuz)-Sensoren, lichtempfindlicher denn je, besserer und „intelligenterer“ Servo-AF, und so weiter. Dazu noch 14 Bilder pro Sekunde. Das liest sich natürlich toll, wie toll es ist, das sollen die Profis beurteilen.

Videofunktion

Obwohl ich gar nicht so der Videofilmer bin, war ich darauf schon gespannt. Immerhin hat Nikon auf seine D5 groß und fett 4K Video geschrieben (bildlich gesprochen), wobei dieses Feature es meiner Meinung nach eher aus Marketinggründen in die Kamera geschafft hat, de unter 4K versteht man bei Nikon 3840 x 2160 Pixel bei maximal 30 Bilder pro Sekunde.

Das kann die EOS 1DC auch schon und die gibt es jetzt schon ein Weilchen. Und Canon hat in diesem Punkt, denke ich, nicht enttäuscht und liefert 4.096 x 2.160 Pixel bei maximal 60 Bildern pro Sekunde, im Full-HD (1920×1080 Pixel) bis zu 120 Bilder pro Sekunde.

Abgerundet wird das Paket mit der Dual-Pixel-AF Technologie, einem Tochscreen und den neuen CFast 2.0 Karten, die es wahrscheinlich braucht um diese enormen Datenmengen schnell genug zu Papier beziehungsweise zu Speicher bringen zu können.

Damit befördert man die EOS 1DC irgendwie auf’s Abstellgleis, stellt sich also die Frage geht da noch mehr und kommt da noch was? Oder gibt es jetzt (wieder mal) nur noch ein Modell der EOS 1er Reihe. Auf jeden Fall dürfen wir uns bei den kleineren Modellen auf ordentlich verbesserte Videofunktionen freuen.

Fazit

Die EOS 1DX Mark II ist eine konsequente Weiterentwicklung des Vorgängermodells, revolutionäre Neuerungen gab es nicht, aber die hatte ich auch nicht erwartet. Wichtig war mir, dass es mit dem Megapixelwahn nicht noch weiter ging, denn das braucht echt niemand.

Ich bin gespannt, was uns an neuen Modellen noch so erwartet. Die vollständigen technischen Daten findet ihr auf der Canon Webseite.

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