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Eindrücke: EOS 6D

Nachdem ich jetzt doch schon einige Bilder mit der 6D gemacht habe wird es langsam mal Zeit ein paar Worte darüber zu verlieren, wie sich das Teil so schlägt. Für einen wirklich ausführlichen Test habe ich noch nicht genügend Dinge ausprobiert aber so ein paar Eindrücke möchte ich hier schon mal weitergeben.

 

Haptik & Bedienung

Gehäuse und Bedienkonzept sind ja der EOS 60D nachempfunden, da ich keine 60D habe kann ich dazu leider nichts sagen. Vergleiche werde ich also zur 7D ziehen. Was da zuerst auffällt ist das Gewicht, obwohl die 6D nur etwas kleiner ist als die 7D liegt sie spürbar leichter in der Hand. Gefällt mir gut.

6D-Back

Die Bedienelemente auf der Rückseite sind, abgesehen von Menü- und Infobutton, nach rechts gewandert, sodass man alle bequem mit dem rechten Daumen erreichen kann. Den kleinen Joystick zum Navigieren durch’s Menü und Auswählen der Autofokusfelder gibt es an der 6D nicht, dafür einen Wippschalter im Daumenrad. Dieser lässt sich gut bedienen, trotzdem würde ich dem Joystick klar den Vorzug geben.

 

Auf der Oberseite befindet sich wie gewohnt links das Moduswahlrad, das jetzt gegen versehentliches Verstellen gesichert ist, da man zum Drehen den Knopf in der Mitte des Rades nach unten drücken muss. Auf der rechten Seite, oberhalb des kleinen Displays befinden sich jetzt zwar mehr Knöpfe als noch bei der 7D, leider sind diese nicht mehr doppelt belegt, sodass man hier insgesamt weniger Funktionen ansteuern kann. Dazu kommt noch, dass hier ausgerechnet die Weißabgleichseinstellung nicht mehr dabei ist, die ich jetzt jedesmal umständlich über die Q-Taste aufrufen muss. Beim Fotografieren ist das vielleicht halb so wild, kann man ja hinterher noch einstellen, aber beim Filmen eben nicht.

6D-Top

Sensor

Der Chip der 6D ist einwandfrei; Farben, Dynamikumfang und Rauschverhalten sind super, wüsste nicht was man da groß bemängeln könnte.

Sucher

Der Sucher der 6D ist gewohnt hell und groß. Es wurde kein 100% Sucher verbaut aber das stört auch nicht. Was ich ein wenig vermisse sind die Gitternetzlinien, die bei der 7D einblendbar sind und wirklich helfen die Kamera richtig auszurichten, hierfür müsste man bei der 6D die Mattscheibe tauschen.

 

Autofokus

Der ist leider so eine Sache. Von den 11 Sensoren, die allesamt ziemlich zentral liegen, ist nur der mittige ein Kreuzsensor. Folglich kann das Fokussieren mit den übrigen etwas frustrierend sein, besonders wenn man die 19 Kreuzsensoren der 7D gewohnt ist. Glücklicherweise kann man auch problemlos über den Live View scharf stellen. Für actionreiche Aufnahmen ist die 6D folglich weniger geeignet. Wie gut sich der Kreuzsensor bei bewegten Motiven und im Servo AF schlägt konnte ich noch nicht richtig testen.

 

WLAN

Die WLAN Funktionen habe ich mit dem hauseigenen Netzwerk und mit dem iPad in Verbindung mit der EOS Remote App getestet. Das Einloggen in ein bestehendes WLAN Netz ist lieder nicht selbsterklärend, hier sollte man auf die beiliegende Anleitung zurückgreifen (Achtung: Die Anleitungen sind nicht alle in Papierform dabei, sondern befinden sich auf der Canon CD). Das funktioniert dann recht gut. Leider unterstützt Lightroom (noch) keine per WLAN verbundenen Kameras, sodass man hier gezwungen ist auf die EOS Utility Software zurückzugreifen. Die Fernsteuerung funktioniert problemlos, wobei das Livebild verständlicherweise beim Bewegen der Kamera alles andere als flüssig ist.

6D-Front

Aufgenommene Bilder werden, wenn entsprechend eingestellt, zuverlässig auf den Rechner übertragen, wobei das Senden eines RAW Bildes einen Augenblick dauert. Wer den Monitor zur direkten Bildkontrolle nutzen möchte sollte die Kamera auf RAW+JPG einstellen und in den Übetragungsoptionen der EOS Utility nur das JPG zum Rechner schicken. Hier nicht vergessen die Sotware  Bilder auf der Kamera und dem Rechner speichern zu lassen.

Die EOS Remote App wirkt leider noch etwas unfertig und ist auch nur für Smartphones verfügbar, wobei sie auf Tablets natürlich läuft aber eben nur in Smartphoneauflösung. Die Fernsteuerung funktioniert hierbei wirklich gut, nur muss man leider zum Betrachten der Bilder immer ein Menü zurück und in ein anderes rein. Zudem laden die Bilder auch immer einen Moment bevor sie angezeigt werden.

 

GPS

Das GPS Modul hatte ich nur mal bei einem kurzen Trip zum Testen eingeschaltet. Wenn man nicht grade im tiefsten Wald steht oder sonst irgendwie eingemauert ist stellt es die Verbindung recht zuverlässig her, mal schneller mal etwas langsamer. und versieht die Bilder dann mit entsprechenden Koordinaten.

 

Fazit

Die 6D ist eine tolle Kamera, es macht richtig Spass damit zu fotografieren. Der Unterschied zu APS-C Kameras wird einem anfangs sicher überraschend und vielleicht etwas ungewohnt erscheinen, da die Brennweiten jetzt plötzlich einen völlig anderen Bildwinkel haben und, das ist zumindest mein Eindruck, der Schärfebereich bei weit geöffneten Blenden merklich geringer ausfällt, sodass man noch mehr auf den Fokus achten muss. Hat man sich erstmal darauf eingestellt will man das Teil nicht mehr hergeben. Wer natürlich viel bewegte Motive fotografiert sollte aber entweder zur 7D oder zur 5D Mark 3 greifen.

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Endlich Sonne

Nachdem es im Mai quasi zwei Wochen am Stück durchgeregnet hatte und ich schon geneigt war die Winterklamotten wieder aus dem Schrank zu holen… Endlich Sonne! Dass es einem dann schwerlich noch drinnen hält muss ich da wohl nicht extra erwähnen.

Gegen Abend zog ich also mit “leichtem Gepäck” los, sprich Stativ, Kamera mit einem Objektiv, fertig. So ist man viel weniger mit Schleppen und Objektiv wechseln beschäftigt und kann sich mehr auf’s Wesentliche konzentrieren. Und wo wir gerade beim Wesentlichen sind, hier die ersten zwei Bilder; zum Vergrößern einfach anklicken.

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